Unter diesem Motto veranstaltete der SPD-Ortsverein am vorvergangenem Donnerstag eine Podiumsdiskussion im Bürgersaal.
Unter diesem Motto veranstaltete der SPD-Ortsverein am vorvergangenem Donnerstag eine Podiumsdiskussion im Bürgersaal.
Vor interessierten Zuhörern führten nach der Begrüßung durch den SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Lutz Enzensperger kompetente Referenten in das für viele neue Thema ein.
Professor Weingardt und sein wissenschaftlicher Assistent Herr Hübsch sowie Frau Riedel, die Schulleiterin unserer Hermann-Butzer-Schule, schilderten zunächst die zugrunde liegenden Ideen.
Ziel dieses Projektes ist es, die Hermann-Butzer-Schule in eine örtlich angepasste und in den Ort verwobene Umgebung einzupassen, um mit lebensnahen Lernprozessen die Schüler besser fördern zu können. Die Schüler sollen mit und durch außerschulische Partner besser ins Berufs- und Arbeitsleben finden. Zudem soll die Identifikation Ort und Schule verbessert werden. Das Modell wird von der PH Ludwigsburg unterstützt, begleitet und evaluiert.
Die Schule sieht darin die Chance, die Unterrichtsqualität und die außerschulischen Angebote zu steigern.

Podiumsdiskussion im Bürgersaal
Frau Riedl berichtete über die bisherige konkrete Umsetzung:
Im Dezember 2011 wurde ein Bürgerbeirat mit zunächst fünf, im Moment vier Bürger/innen gegründet. Die in bisher 13 Arbeitssitzungen erbrachten Aktivitäten lassen sich mit folgenden Stichworten zusammenfassen: Unterstützung, Beratung, Netzwerk, Kontakte, Berufswegepaten, Lernevent, Kooperation mit Lehrern, Ideengeber, Suche von Lernpartnern, Vertrauenspersonen.
Durch Kontakt und Erfahrungsaustausch mit den anderen an diesem Projekt beteiligten Schulen (insgesamt sechs) wurden bereits neue Ideen umgesetzt. So gibt es jetzt eine neue Form der Projektprüfung. Jedes Projekt muss einen sozialen bzw. nachhaltigen Aspekt haben und einem Partner an der Schule oder in der Gemeinde nützen. Konkrete Beispiele aus 2011/12 sind:Spielenachmittag im Freizeitforum, Renovieren im Kindergarten, Liedernachmittag im Altenheim, Backen mit Kindergartenkindern, Backen und Basteln mit Vorschulkindern, Bau eines Vogelfutterautomates. Die Akzeptanz und Motivation der Projektarbeit bei den Schülern ist dadurch deutlich gestiegen.
Durch kürzere bzw. unterschiedliche Laufzeiten der Arbeitsgemeinschaften , konnte das Themenangebot vergrößert werden. Durch die Kontakte und Ideen des Bürgerbeirates konnten vielfältige Lernpartner gewonnen und die unterschiedlichsten Angebote umgesetzt werden. Auch hier ein Überblick in Stichworten: soziale Kompetenz (Freizeitforum), Arabisch kochen, Musical (Sängerbund), Aquarellieren, Gartenbau (Jugendhaus), Basteln, Imkern, Backen, Bau eines Insektenhotels (NABU), Schützenverein, TSV, DRK
Auch im Projektunterricht (PU) wird mit Lernpartnern kooperiert, ein aktuelles Beispiel ist das Projekt „Zeitzeugen“. Hier konnten durch einen Aufruf im „Blättle“ und persönliche Kontakte 9 Mitbürger zur Mitwirkung gewonnen werden.
Wegen der guten Erfahrungen in diesem Projekt sollen in Zukunft vermehrt außerschulische Lernpartner im PU eingesetzt werden.
Frau Riedl stellte fest, dass die geschilderten Aktivitäten bereits zu einem veränderten Bewusstsein geführt haben. Denn durch Begegnung entsteht Beziehung, Berührungsängste auf beiden Seiten werden abgebaut, Verständnis und Wertschätzung wächst. Das führt zu einer offeneren Atmosphäre in der Lehrerschaft, einem Wir-Gefühl, zu mehr Aufgeschlossenheit (auch im Gemeinderat) und zu größerer Transparenz durch vermehrte Kommunikation.
So fiel Frau Riedls Fazit rundum positiv aus: die offene Bürgerschule ist für die Schule ein deutlicher Gewinn, sie profitiert vom lebendigen, offenen und vertrauensvollen Austausch mit den Netzwerkpartnern und erfährt viel Unterstützung durch einzelne Gemeinderäte und eine sehr gute Begleitung durch die PH Ludwigsburg. Das Projekt wird deshalb vom Kollegium mit breiter Zustimmung getragen. Die OBS endet nicht nach der Einführungsphase von 3 Jahren, sondern wird dann als festes Strukturelement im Alltag und im Bewusstsein verankert sein.
Die Schilderungen der anwesenden Bürgerbeiräte, Frau Kirsch, Herr Reichert und die SPD-Gemeinderätin Sibylle Appel, über ihre Erfahrungen machte deutlich, mit wie viel Engagement und Begeisterung sie hier mitwirken.
Die anschließende Frage- und Diskussionsrunde vertiefte den Eindruck, dass hier ein Projekt auf den Weg gebracht wurde, das unsere Schule und ihre Verwurzelung in der Gemeinde weiter stärken wird.
An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an alle Referenten und Bürgermeister Spiegel für die Unterstützung bei dieser Veranstaltung.
Terminhinweise:
Die nächsten SPD-Stammtische finden am 26. Juli, 6. September und 18. Oktober jeweils ab 19:30 Uhr im „Schwieberdinger Hof“ statt.
Lutz Enzensperger
07.05.2026, 15:00 Uhr Treffen der AG 60+
11.05.2026, 19:00 Uhr SPD Kreisverband LB, Vorstandssitzung
12.05.2026, 19:00 Uhr Treffen der ASF
07.05.2026, 15:00 Uhr Treffen der AG 60+
11.05.2026, 19:00 Uhr SPD Kreisverband LB, Vorstandssitzung
12.05.2026, 19:00 Uhr Treffen der ASF
07.05.2026, 15:00 Uhr Treffen der AG 60+
11.05.2026, 19:00 Uhr SPD Kreisverband LB, Vorstandssitzung
12.05.2026, 19:00 Uhr Treffen der ASF